IN VIA auf den Spuren starker Frauen in Regensburg

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Auf Einladung von IN VIA Regensburg e.V. (Verband f. kath. Mädchen- und Frauensozialarbeit) machten sich am Samstag knapp 30 Teilnehmerinnen, darunter MdL Frau Wild, Stadträtin Frau Opitz, als Vertreterin des OB, sowie Stadtrat Janele und auch der Caritasdirektor der Diözese, Monsignore Dr. Batz auf den Weg durch Regensburg. Unter dem Motto Starke Frauen wanderten sie anlässlich des Weltfrauentages auf den Spuren von erfolgreichen und engagierten Frauen der Regensburger Geschichte. Start war an der Bahnhofsmission, die 1902 durch den Marianischen Mädchenschutzbund eingerichtet wurde.

Gründerinnen des Mädchenschutzbundes waren eine Gruppe junger Adelsfrauen und weitere Frauen aus „gutem Hause“. Auf dem Weg zu den St. Marien Schulen stellte die Stadtführerin Frau Mück noch Elly Maldaque, die erste evangelische Lehrerin Regensburgs vor. Sie unterrichtete an der von-der-Tann Schule, wurde 1930 wegen des Verdachts kommunistischer Umtriebe entlassen und nach Karthaus eingeliefert, wo sie kurz darauf verstarb. Bei den „Englischen“ erfuhren die Teilnehmerinnen Interessantes zu deren Gründerin Mary Ward. Ihr berühmtes Regensburger Pendant war Karolina Gerhardinger, die im 19. Jhdt. als Gründerin der Armen Schulschwestern v.u.L.F (von unseren Lieben Frau) weltweit Mädchenschulen gründete und deren Erziehung durch ihren ganzheitlichen Ansatz prägte.

Zu einem Abstecher ging es dann zum Turm im fürstlichen Park, wo neben der politisch aktiven Therese von Thurn und Taxis auch das soziale und künstlerische Wirken von Margarethe von Thurn und Taxis vorgestellt wurde. Sie ist die bisher einzige Frau, der die Regensburger Ehrenbürgerwürde verliehen wurde. Dass es bisher keine weitere Ehrenbürgerin und auch wenige Straßennamen von verdienten Frauen in Regensburg gibt, fanden die Teilnehmerinnen sehr enttäuschend. Sozial engagiert wirkten auch die Blauen Schwestern, die Anfang des 20. Jhdt. das Kinderkrankenhaus St. Hedwig gründen und viel gegen die Säuglingssterblichkeit in Regensburg unternahmen. Vor der Buchhandlung Pustet wusste Frau Mück einiges zu den Frauen aus der Familie zu erzählen. Therese, die in hohem Maße sozial engagiert war und IN VIA mitbegründete, wird auch die HEILIGE DER Oberpfalz genannt. Marcellina war Äbtissin des Klosters Säben/Südtirol und verbringt dort ihren Ruhestand. Elisabeth leitete den Verlag erfolgreich durch schwierige Zeiten und bringt sich noch aktiv in die Geschäftsführung ein.

Weiteren erfolgreichen Geschäftsfrauen begegnete man in der Bachgasse. Mit dem süßen Senf erlangten Johanna und Luise Händlmeier inzwischen internationale Bekanntheit. Hingegen wurde Barbara Blomberg weniger als Geliebte von Kaiser Karl V. als durch ihren berühmten Sohn Don Juan d’Austria international bekannt. Den Abschluss bildete dann Margarete Runtinger, die bereits im Spätmittelalter selbständig ein großes Handelshaus führte und kaufmännischen Sachverstand bewies. Zu ihren Ehren verleiht die Stadt Regensburg den gleichnamigen Preis für frauen- und familienfreundliche Unternehmen.

Bei einem Kaffee wurde noch viel über die Leistungen von Frauen gesprochen, die leider viel zu oft vergessen werden, deswegen freuten sich alle, dass IN VIA Regensburg e.V. mit dem Stadtführung ihre Verdienste in Erinnerung rief.

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